Tagesgeld /
Ein Brückenschlag zwischen Börse und Sparbuch – Tagesgeld im Kontext
Wer sich heutzutage nicht mehr mit den Erträgen eines Sparbuches zufrieden geben möchte, muss nicht gleich zum Börsenspezialist werden. Im Hinblick auf die derzeitige Finanzkrise in den USA beschränkt sich die Investitionsbereitschaft der Deutschen immer häufiger auf kurzfristige Anlageprojekte. Dennoch gibt es auch beim immer beliebteren Thema Tagesgeld einiges zu beachten.
Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist oft der erste Schritt auf dem Weg zu vergleichsweise hohen Zinsen, und das ohne hohes Risiko. Während beispielsweise ein zehnjähriges Bundesanleihen 4,2 % im Jahr abwirft, werben einige Direktbanken mit bis zu 5 % auf Tagesgeld. Hierbei muss allerdings einkalkuliert werden, dass der Zinssatz – je nach Marktlage – von der Bank geändert werden kann. Und auch etwaige Kursschwankungen, die bei kurzfristigen Anlagen zwar unwahrscheinlich sind, können sich auf die Zinsgutschriften auswirken. Außerdem gibt es, auch wenn von den meisten Banken keine Mindesteinlage vorausgesetzt wird, unterschiedliche Zinssätze, die sich nach der Höhe der angelegten Summe richten können.
Um das Geld langfristig in Tagesgeld zu investieren, sollten allerdings die Entwicklungen des Marktes im Auge behalten werden. Denn Kursschwankungen können sich auf den persönlichen Ertrag auch kurzfristig auswirken. Seit einigen Jahren interessieren sich auffallend mehr Kunden für Tagesgeld, vor allem weil mit dieser Anlagenform auch kleinere Beträge gewinnbringend anlegt werden können.
Flexibles Tagesgeld durch “Kontenhopping”
Wer jedoch die optimale Rendite mit einem Tagesgeldkonto erzielen möchte, kann auch eine
weitere flexible Form des Tagesgelds in Betracht ziehen, die sich durch das so genannte
“Kontenhopping” bietet. Die Investmentgesellschaften machen es vor, indem sie kurzfristig
anlegen.
Behält der Kunde die angebotenen Spitzenkonditionen der Banken im Überblick, kann er zwischen den attraktivsten Angeboten auswählen in bestimmten Zeiträumen wechseln, um stets die besten Zinssätze zu erhalten. Durch die flexiblen Kündigungsbedingungen der meisten Anbieter gestaltet sich der Wechsel zu einer anderen Bank relativ unkompliziert.
Allerdings sollte beim häufigen Wechsel von Tagesgeldkonten unbedingt beachtet werden, dass die meisten Banken eine Sperrfrist von drei Monaten einräumen. Als Neukunde wird also nur eingestuft, wer innerhalb der vorangegangen drei Monate kein Tagesgeldkonto bei der betreffenden Bank geführt hat.
Des Weiteren werden Spitzenangebote oft nur für Mindestsummen von etwa 5.000 oder 15.000 Euro ausgeschrieben. Darüber hinaus sollten sich nicht nur Kontenspringer über die jeweilige [Einlagensicherung] (link) der Bank informieren, um sich vor Verlusten durch eine mögliche Insolvenz der Bank zu schützen.
Tagesgeldkonten eignen sich also besonders vor dem Hintergrund der globalen Börsenlage als Anlageform, die, sofern der Kunde die für sich günstigen Angebote zu nutzen weiß, einen hohen Zinssatz einbringen kann.
Weiterführende Links zu diesem Thema
So funktioniert’s – Das Tagesgeldkonto
Abgeltungsteuer ab 2009

