Tagesgeld /
Und so funktioniert’ s – Das Tagesgeldkonto
Allgemein
Zunächst bezeichnet Tagesgeld nichts anderes als ein Zentralbankguthaben, das
beispielsweise einer zweiten Bank bei kurzfristigem Liquiditätsbedarf für einen
Tag zur Verfügung gestellt wird. Nicht zu verwechseln ist diese Anlageform mit
täglichem Geld, welches unbefristet, allerdings mit der täglichen Option auf
Kündigung, verliehen wird.
Viele Banken und Sparkassen bieten inzwischen Tagesgeldkonten zu attraktiven Konditionen an. Vorraussetzung für ein Tagesgeldkonto ist i. d. R. die Einrichtung eines [Referenzkontos] (link), über das alle erforderlichen Transaktionen des Tagesgeldes laufen. Je nach Anbieter kann ein solches Konto auch bei der jeweiligen Hausbank eingerichtet werden, obwohl es sich dabei vielleicht um eine "fremde" Bank handelt.
Seit 2008 gibt es sogar ausgewählte Direktbanken, die Tagesgeldkonten anbieten, bei denen über eine EC/Maestro-Karte täglich auf das Guthaben zugegriffen werden kann.
Tagesgeldzinsen
Im Gegensatz zu den üblichen Zinsen eines laufenden Kontos, sind die Zinsen eines
Tagesgeldkontos wesentlich höher. Je nach Bank und Angebot kann der Jahreszins bei
2,5 – 5 % p.a. liegen. Bei Vertragsabschluss eines Tagesgeldkontos wird ein Jahreszins
vereinbart, der allerdings etwaigen Kursschwankungen unterliegen kann.
Da eine Investmentbankgesellschaft Tagesgeld für kurze Zeiträume am Geldmarkt anlegt und durch das Prinzip von Angebot und Nachfrage möglichst hohe Zinsen generiert, behält sie sich vor, die Zinsen, die schließlich an den Endkunden gehen, an die jeweilige Marktlage anzupassen. Grundsätzlich können die Zinsen monatlich, viertel-, halb- oder ganzjährig ausbezahlt werden.
Flexible Kontoführung
Für Online-Banking-Begeisterte bietet ein Tagesgeldkonto optimale Bedingungen. Da
die meisten Angebote online betreut und geführt werden, kann täglich auf das Konto zugegriffen
werden. Über das Referenzkonto können Kontoauszüge und Zinsgutschriften täglich
eingesehen werden und auch die Kündigung ist je nach Anbieter relativ kurzfristig und
formlos zu gestalten. Bei den meisten Tagesgeldkonten gibt es weder die Verpflichtung,
Geld über einen mehrjährigen Zeitraum hinweg anzulegen, noch eine festgelegte Sperrfrist.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Mindesteinlagen, sofern solche überhaupt
festgelegt werden, eher gering sind.


