Tarifchecks - News
München, den 26. Februar (tc.) Doppelflatrates für Internet und Telefon sind nun der neue Hit auf dem Kommunikationsmarkt. Für weniger als 30 Euro im Monat verschafft man sich grenzenlose Rede- und Netzfreiheit. Der Wettbewerb unter den einzelnen Kommunikationsanbietern treibt die Preise nach unten und die Leistungen nach oben. Ein Vergleich der verschiedenen Tarife würde sich deshalb gerade jetzt besonders lohnen.
Doch das Kommunikationsparadies darf anscheinend nicht ungetrübt bleiben. Verbraucherschützer und Branchensprecher schlagen Alarm: Die Wartezeiten für den Wechsel des Anbieters werden immer länger. Das Problem liegt anscheinend bei der Telekom, denn der Ex-Monopolist herrscht immer noch über die Schaltstellen. Darin sehen die Wettbewerber eine Absicht – die Telekom kann mit dem Preiskampf nicht mithalten und verzögert den Wechsel ihrer Kunden zur Konkurrenz (in Welt online vom 24. Februar 2008). Das kann allerdings zu einer Krisensituation führen. Der Sprecher der Bundesnetzagentur, Rudolf Boll, droht mit gerichtlichen Maßnahmen, wenn sich dieser Verdacht bestätigen soll.
Die Telekom bestreitet die Vorwürfe. Laut eigenen Angaben hält sich das Unternehmen strikt an die Mindestanforderungen des neuen Standvertrags und hat im Januar etwa ein Drittel der wartenden Kunden umgeschaltet. Der Wechsel des Internetanbieters soll aber immer gut überlegt sein. Die Kunden sollen unter anderem nach versteckten Kosten und unvorteilhaften Nebenbedingungen suchen. (tc.)

