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Endlich verbraucherfreundlichere Tarife für Internet und Telefon: EU-Richtlinien auf dem Weg

München, den 26. September (tc.) Dass die Preise für herkömmliche Telekommunikationsdienste per EU-Rechtlinien – also per Gesetz – verbilligt werden sollen, steht schon lange an. Doch die endgültige Verabschiedung von Gesetzen braucht ihre Zeit. Nun sind gleich mehrere Richtlinien des Europaparlaments verabschiedet worden, wenn auch erstmal nur in der ersten Lesung. Experten rechnen mit einer endgültigen Verabschiedung im kommenden Jahr. Denn zunächst muss diese Vorlage vom Ministerrat ratifiziert werden.

Darin ist unter anderem vorgesehen, dass Internet- und Telefonanbieter verpflichtet sind, ihre Verträge transparent zu halten. Konkret bedeutet dies, dass bestimmte Mindestinformationen – wie zum Beispiel Tarife, Preise, Vertragskündigungskosten, Rufnummernmitnahme oder Kundendienstmodalitäten – gut ersichtlich und verständlich im Vertrag erscheinen. Auch soll Verbrauchern das Recht eingeräumt werden, ihren Anbieter bereits ein Jahr nach Vertragsbeginn ohne Zusatzkosten zu wechseln. Darüber hinaus soll eine Gebühr für das Mitnehmen der alten Telefonnummer entfallen.

Für den Gesamtbereich der EU ist eine kostenlose Nutzung der Notrufnummer 112 vorgesehen, und zwar egal aus welchem Netz. Außerdem soll eine Gratis-Hotline (116000) für alle EU-Mitgliedsländer aufgebaut werden, um vermisste Kinder melden zu können und eine reibungslosere Kommunikation in diesem Bereich garantieren zu können. Grundsätzlich soll Behinderten ein kostengünstiger Zugang zu Telekommunikationsdiensten eingeräumt werden.