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Kreditkartenskandal ruft Politik auf den Plan

München, den 16. Dezember (tc.) Es handelt sich um einen Kreditkartenskandal, der sich dieser Tage in Deutschland abzuspielen scheint. Am Wochenende wurden der „Frankfurter Rundschau“ Daten Zehntausender Kreditkarten-Inhaber zugespielt. Neben detaillierten Kontobewegungen waren auf den insgesamt mehreren hundert Folien die Kundennamen, Adressen, Kreditkartennummern und Kontonummern gespeichert.

Darüber hinaus seien zahlreiche Geheimnummern (PIN) in offenen Umschlägen bei der postalischen Datensammlung enthalten gewesen, die ursprünglich für ein anderes Ziel bestimmt war. Bei der Sendung handelte es sich sowohl um direkte Kreditkarten der Landesbank Berlin, als auch um Karten, die die LBB über den Internethändler Amazon und den ADAC vertreibt.

Zwar erklärte die LBB in diesem Zusammenhang, der Zugriff auf die Kundenkonten sei mit diesen Informationen nicht möglich gewesen, nichtsdestotrotz ist es ein ernüchternder Vorfall, der die Sicherheit des Plastikgeldes mal wieder grundsätzlich in Frage stellt.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries kritisierte nun vor allem die Bundesländer, die ihre Datenschutzbehörden umfangreicher ausstatten müssten. Vor dem Hintergrund des Datendiebstahls erklärte sie gegenüber der „Berliner Zeitung“, dass eine Ausweitung der Kompetenz von Datenschützern dringend durchgeführt werden müsste: „Sie sollten das Recht bekommen, die Berichtigung, Löschung oder Sperrung von Daten anordnen und rechtswidrige Datenverarbeitung untersagen zu können.”