Tarifchecks - News
München, den 14. Januar (tc.) Das Thema Krankenversicherung wird dieser Tage besonders kontrovers diskutiert. Die Einführung des einheitlichen Beitragssatzes in der gesetzlichen Krankenversicherung, der unser System zwar vereinfachen soll, für viele Versicherte jedoch konkrete Beitragserhöhungen mit sich bringt, bildet einen entscheidenden Schritt der Gesundheitsreform.
Doch auch in der privaten Krankenversicherung haben sich zum Jahreswechsel bereits tief greifenden Veränderungen ergeben – häufig sind die Versicherungsprämien bereits deutlich gestiegen, wie „Der Tagesspiegel“ berichtet. Das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Nachrichtenportals zeigt, dass die Beiträge großer Anbieter, wie etwa der Allianz im Durchschnitt um 3,5 Prozent angehoben wurden. Für Versicherte bei der Victoria müssen seit Jahresbeginn durchschnittlich 9,2 Prozent mehr Beiträge gezahlt werden und für DKV-Versicherte 2,9 Prozent.
Prämienerhöhungen von bis zu 20 Prozent
„Der Tagesspiegel“ erklärte diesbezüglich, dass sich die Prämienerhöhungen in einzelnen Fällen auch schon mal auf 20 Prozent belaufen können. Zu den Versicherern, die ihre Beiträge bisher nicht erhöht haben, lässt sich derzeit nach eigenen Angaben nur die Debeka zählen.
Die Gründe für die enormen Beitragserhöhungen liegen dem „Tagesspiegel“ zufolge in erster Linie an den erhöhten Ausgaben für Arzt- bzw. Heilpraktikerbehandlungen und Arzneimittel. Die Einführung eines privaten Basistarifes, zu dem die Privaten seit 2009 verpflichtet sind, trägt – trotzdem die Nachfrage für dieses Produkt vergleichsweise niedrig ist – ebenfalls zu den Erhöhungen bei. Darüber hinaus dürfen privat Versicherte ihre Altersrückstellung für den Fall eines Anbieterwechsels mitnehmen, wogen sich die Versicherer entsprechend wappnen müssen.

