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Rabattschutz: Lohnt sich der Freischuss bei Kfz-Policen?

München, den 4. Mai (tc.) Zahlreiche Kfz-Versicherer locken Neukunden mit so mancher Zusatzleistung. Durch die große Konkurrenz am Versicherungsmarkt, die durch die Abwrackprämie derzeit außerordentlich groß ist, werden die Preisleistungsverhältnisse besonders unter die Lupe genommen. Denn nicht alles, was günstig ist, ist auch unbedingt gut.

Bei Kaskoversicherungen sollten Kunden vor allem darauf achten, wie es um die mögliche Entwicklung der Schadensfreiheitsklasse (SF) steht. Das Prinzip der Schadensfreiheitsklasse ähnelt einem Belohnungssystem, frei nach dem Motto: Je weniger Unfälle, desto höher die schadenfreie Klasse.

Für jedes unfallfreie Jahr winkt entsprechend die Höherstufung in eine günstigere Klasse. Dies bedeutet niedrigere Prämiezahlungen. Im umgekehrten Fall – also nach einem Schaden – kann die SF auch um eine oder gleich einige Klassen herabgestuft. Damit verbunden sind dann in der Regel höhere Beiträge.

Sonderbonus nach 25 Jahren ohne Unfall

Zu den gängigen Angeboten der Kfz-Versicherer gehört ein so genannter Rabattretter. Diesen Bonus erhalten dann zum Beispiel Versicherte der SF 25, die allerdings in der gesamten Zeit keinen Versicherungsfall gemeldet haben. Dieser Rabatt bewahrt den Versicherten, sollte sich ein Unfall ereignen, vor der tatsächlichen Prämienerhöhung – auch dann, wenn die SF herabgesetzt wird. Versicherte, die seit über 20 Jahren unfallfrei sind, sollten daher ihre Police genau prüfe, um nicht leer auszugehen.

Ein solcher Rabattschutz – wie es in Expertenkreisen heißt – kann jedoch auch beim Abschluss eine Kfz-Police berücksichtigt werden. Dabei müssen Interessierte zwar nochmals 10-15 Prozent auf die eigentliche Prämienhöhe draufrechnen, dafür sind sie aber auch vor einer Herabstufung geschützt, zumindest für die ersten drei Schadensfälle. Versicherungsexperten empfehlen auch hier den Vergleich möglichst vieler Angebote und die Berücksichtigung des eigenen Fahrverhaltens.