Tarifchecks - News
München, den 3. August (tc.) Die Zahl der Urlauber mit dem Ziel Mexiko-City ist seit den jüngsten Entwicklungen der Schweinegrippe schlagartig zurückgegangen. Pro Jahr reisen etwa sieben Millionen Menschen dorthin, wovon fast die Hälfte aus dem Ausland stammt. Für eine Stadt, die bisher gut am Tourismus verdient hat, bedeutet das natürlich ein finanzielles Desaster. Die Hotels waren nach Ausbruch der Schweinegrippe im April und Mai nur etwa um zehn Prozent ausgelastet. Mit einer ausgeklügelten Marketingstrategie könnte sich das derzeit zurückhalte Reiseverhalten jedoch vielleicht schon bald ändern.
Wer bis zum Ende dieses Jahres nach Mexico-City reist und in einem der insgesamt 460 beteiligten Hotels gastiert, bekommt von der dortigen Stadt-Verwaltung eine Kranken- und Unfallversicherung gratis. Der Bürgermeister Macelo Ebrard wies explizit darauf hin, dass nicht nur die Ansteckung mit dem Schweinegrippevirus A/H1N1 zu den versicherten Ereignissen gehöre, sondern auch alle anderen Kosten, die durch etwaige Krankheiten oder Unfälle entstehen könnten.
Rücktransport inklusive
Über diese Gratisversicherungskarte sind praktisch alle traditionellen Risiken versichert, die über eine herkömmliche Auslandsversicherung auch abgedeckt werden. Dazu gehören im Fall von Krankheit oder Unfall die entsprechenden medizinischen Behandlungen. Auch die Kostenübernahme von Krankenhausaufenthalten oder einem Krankenrücktransport. Darüber hinaus ist juristische Hilfe mit eingeschlossen, etwa dann, wenn die Urlauber beraubt worden sind.
Police im Ausland, das A und O
Bisher sind in Mexiko 138 Menschen an A/H1N1 gestorben. Ein gewisses Risiko besteht also weiterhin. Dennoch ist die Gratisversicherung eine findige Idee, die ihres Gleichen sucht. Ob das Reiseziel der bisher Unentschlossenen nun Mexiko-City heißt oder nicht, auf eine Auslandsversicherung sollte man niemals verzichten. Mit einer gewöhnlichen Krankenversicherung wird im Ausland häufig nur das übernommen, was dort standardmäßig festgelegt ist.
Dies gilt darüber hinaus nur in den Ländern, mit denen Deutschland eine Kooperation geschlossen hat. Selbst wenn man privat versichert ist, muss man im Ernstfall erst einmal selbst bezahlen. Was die hiesige Krankenkasse dann davon übernimmt, ist häufig nur im Einzelfall zu entscheiden. Eine zusätzliche Auslandskranken- oder Reiseversicherung ist schon für wenige Euros zu haben und kann im Ernstfall bares Geld wert sein.

