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München, den 21. September (tc.) Was erwartet man von einer Kreditkarte? Eigentlich nicht viel: Möglichst breite Akzeptanz und hohen Schutzgrad für die persönlichen Daten. Moderne Kreditkarten bieten aber viel mehr, und die sogenannten Gold Karten haben ein erstaunlich großes Angebotsspektrum. Die Verbraucherschützer fragen allerdings, ob das alles wirklich notwendig ist. Sie machen darauf aufmerksam, dass viele Zusatzoptionen unnötig oder an bestimmte Bedingungen gekoppelt sind.
Die Gold Karten werden inzwischen von allen großen Bankinstituten angeboten. Die Elite-Variante der einfachen Kreditkarte gibt es von American Express, Diners Club, Visa und Mastercard. Der Unterschied zu dem ganz normalen Plastikgeld fängt bei dem Preis an. Während man für eine ganz normale Kreditkarte zwischen 12 und 60 Euro pro Jahr zahlt, kostet die goldene Variante rund 150 Euro. Dafür bekommt der Kunde alle Leistungen des alltäglichen Plastikgeldes und viel mehr, wie American Express für seine Gold Karte wirbt. Unter „mehr“ versteht der Kreditkartenanbieter unter anderem Sach- und Personenversicherungen, Reise-Rücktrittversicherung, Auslandsreise-Krankenversicherung sowie einen weltweiten Kfz-Schutzbrief.
Die Gold-Karte von American Express bietet dazu auch noch eine Einmalzahlung von bis zu 50.000 Euro bei Invalidität sowie Schmerzensgeld bei Knochenbrüchen von 1000 Euro und ein Krankenhausgeld von 50 Euro. Braucht man das alles wirklich? Wer ohnehin über ein breites Versicherungspaket verfügt, kann auf die Gold-Option verzichten. Wer aber noch keine Versicherungen abgeschlossen hat, könnte von dem günstigen Service seiner Kreditkarte profitieren. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Vertragsbedingungen gründlich zu lesen. Wie schon angemerkt, werden bestimmte Leistungen nur unter speziellen Bedingungen zur Verfügung gestellt. Damit man den Versicherungsschutz auch tatsächlich bekommt, muss man sich an diesen unbedingt halten. (tc.)

