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Welche Versicherungen brauchen Studierende?

München, den 23. September (t-c) Das neue Semester steht vor der Tür, zumindest an den meisten Universitäten Deutschlands. Für Studierende ein guter Anlass, sich einmal damit zu beschäftigen, welche Versicherungen auf jeden Fall abgeschlossen werden sollten. Der Bund der Versicherten (BdV) rät dringend zum Abschluss einer Haftpflicht- sowie einer Krankenversicherung (in Deutschland ist letztere ohnehin Pflicht). Außerdem wird dringend zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung geraten, zumal diese in der Studienzeit auch noch wesentlich günstiger ist, als bei einem späteren Abschluss. Dagegen sei eine Hausratversicherung eigentlich nur zu empfehlen, wenn sich im Haushalt viele Wertgegenstände oder aufwendige technische Geräte befinden. Grundsätzlich sollte bei allen Versicherungen vorab geklärt werden, ob die Eltern eine solche abgeschlossen haben und ob bzw. bis zu welchem Alter Kinder in dieser mitversichert sind.

Hinsichtlich der Haftpflichtversicherung schildert der BdV in seiner Broschüre ein drastisches Szenario: „Wenn du einem Freund einen Milchkaffee übers Handy schüttest, dann kannst du die Reparaturkosten vielleicht noch selbst regeln. Aber wenn jemand verletzt wird, weil ein Auto deinetwegen ausweichen musste, kann das ziemlich teuer werden.“ Schadensersatzforderungen können bei Personenschäden bis in die Millionenhöhe gehen und den Hochschüler im schlimmsten Falle finanziell ruinieren.

Ein häufig vernachlässigtes Thema ist die Krankenversicherungen, da Studenten schließlich bis zum 25. Lebensjahr (BdV) über die Eltern mitversichert sind. Haben männliche Studenten einen Wehr- oder Zivildienst geleistet, verlängert sich diese Möglichkeit sogar um ein weiteres Jahr. War ein Student bislang über seine Eltern privat versichert, sollte er sich gut überlegen, ob er dies beibehalten möchte, oder ob er nicht gleich zu einer gesetzlichen Krankenkasse geht. Denn ein Wechsel von der Privaten in die Gesetzliche Krankenversicherung ist dann erst wieder mit dem ersten sozialversicherungspflichtigen Job möglich.

Eine für Studenten günstige Berufsunfähigkeitsversicherung sollte jeder abschließen, der sich den geringen Beitrag leisten kann. Eine Nachversicherungsgarantie ermöglicht es Hochschulabsolventen, beim Berufseintritt die Deckungssumme ohne einen zusätzlichen Gesundheitscheck zu erhöhen. (t-c)