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Einbruch bei Strom- und Gasverbrauch in Deutschland

München, den 11. November (tc.) Die Temperaturen in Deutschland klettern beständig talwärts. Während die logische Konsequenz eigentlich ein erhöhter Energieverbrauch sein müsste, ist die Nachfrage in Sachen Strom und Gas in letzter Zeit im Land hingegen gesunken. Dies zeigt jedenfalls ein Blick auf den gesamtdeutschen Energieverbrauch des bisherigen Jahres. Zu diesem Ergebnis kam nun der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW).

Den Hauptgrund für diese Entwicklung sieht der Bundesverband vor allem in der Wirtschaftskrise; eine Schlussfolgerung, die sich damit begründen lässt, dass in erster Linie der Bedarf der Industrie stark zurückgegangen ist. Insgesamt wurden 384 Milliarden Kilowattstunden Strom in den ersten neun Monaten dieses Jahres verbraucht. Das ist laut BDEW ein Rückgang von sieben Prozent – gemessen am gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Angeschlagene Industrie muss frieren

Ähnlich sieht es beim Gasverbrauch aus, der mit 633 Milliarden verbrauchten Kilowattstunden im gleichen Zeitraum ebenfalls um sieben Prozent gesunken ist. Angesichts der bereits frosthaltigen Herbsttage sind diese Zahlen besonders gravierend. Der BDEW spricht sogar vom stärksten Rückgang der Nachfrage für Strom und Gas seit 20 Jahren.

Die rückläufige Nachfrage der Industrie macht bei dieser Entwicklung wohl den Hauptanteil aus. Denn laut BDEW ging der Energiebedarf im industriellen Bereich bereits seit Oktober 2008 zurück. Der Bundesverband schätzt die schwindende Nachfrage der Industrie in den ersten drei Quartalen dieses Jahres auf ganze 14 Prozent. Ein Blick auf den Energieverbrauch der Privathaushalte, des Handels und der Gewerbe zeigt, nach Auskunft des BDEW, dass die Zahlen auch in diesem Jahr vergleichsweise stabil geblieben sind.