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Facebook-Fotos kosten Kanadierin Versicherungsleistungen

München, den 23. November (tc.) Facebook zählt mit weltweit mehr als 200 Millionen aktiven Nutzern zu den erfolgreichsten sozialen Netzwerken schlechthin. Die Möglichkeit der globalen Vernetzung von individuellen Profiseiten birgt jedoch nicht nur Vorteile. In einem aktuellen Versicherungsfall aus Kanada kosteten auf Facebook hochgeladene Fotos einen Teil des Versicherungsschutzes.

Laut des kanadischen Fernsehmagazins „CBC News“ litt Nathalie Blanchard bereits seit eineinhalb Jahren unter schweren Depressionen. Von der Assekuranz ihres Arbeitgebers IBM erhielt sie deshalb monatliche Versicherungsleistungen. Diese wurden jedoch prompt eingestellt, als Fotos auf ihrem Favcebook-Profil entdeckt wurden, auf denen sie fröhlich und somit als geheilt angesehen wurde. Mit der Begründung, die Fotos dokumentierten, dass Nathalie Blanchard wieder arbeiten könne, stellte das Versicherungsunternehmen Manulife die Zahlungen ein.

Geburtstagsfotos als Beweis genug?

Die Fotos zeigten sie auf ihrer eigenen Geburtstagsfeier. Damit sei Blanchard dem ärztlichen Rat gefolgt, etwas Spaß zu haben, um auch ihre gesundheitliche Verfassung zu verbessern. Ein Rätsel bleibt bisher, wie die Fotos in die Hände des Versicherungsunternehmens gekommen sind. Denn das Profil der Facebook-Nutzerin war nur für Freunde sichtbar.

Experten warnen vehement vor dem zu leichtsinnigen Preisgeben von Informationen und Fotos in sozialen Netzwerken. Immerhin sind es nicht nur immer mehr Personalabteilungen, die das Abklopfen potenzieller Angestellter über solche Plattformen nutzen, sondern morgen vielleicht auch schon Versicherungsunternehmen, die dem Gesundheitszustand ihrer Kunden auf den Zahn fühlen.