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Verbraucherschutz: Online-Bestellungen rechtzeitig zum Fest

München, den 22. Dezember (tc.) Wenn es um Weihnachtsgeschenke geht, haben sich laut einer aktuellen Forsa-Umfrage, die von BITKOM in Auftrag gegeben wurde, 14,3 Millionen Bürger dafür entschieden, diese unter anderem im Internet zu bestellen. Darüber hinaus seien nochmals 8,6 Millionen unentschlossen, ob die Geschenkauswahl nun über den realen oder den virtuellen Weg geht.

„Für bis zu 23 Millionen Deutsche ist das Web die ideale Shopping-Meile im Weihnachtseinkauf“, so die Bilanz von Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, dem Präsident des Hightech-Verbands. Und weiter resümierte er: „Computerspiele, Handys, PCs, Flachbild-Fernseher und Digitalkameras sind besonders beliebte Geschenke.“ Es gehe bei vielen Verbrauchern besonders darum, das erhöhte Shoppingaufkommen und umständliche Einkaufsunternehmungen in der Vorweihnachtszeit durch das bequeme Stöbern, Aussuchen und Bezahlen im Netz zu ersetzen.

Vorsicht vor Internetkriminalität

Bei einigen Online-Anbietern können Waren sogar noch im Laufe des heutigen Tages bestellt werden, bei denen die rechtzeitige Lieferung ohne Aufpreis bis zum 24. Dezember garantiert wird. Doch gerade dann, wenn die Zeit zum Bestellen knapp wird, sollte man als Verbraucher besonders vorsichtig sein. Betrüger treiben auch auf virtuellen Wegen ihr Unwesen und können in der Regel durch die Beachtung einiger einfacher Tipps, wie sie etwa BITKOM zusammengestellt hat, entlarvt werden.

Zunächst ist es wichtig, die Seriosität einer Internetseite kurz zu überprüfen, bevor man sich auf Zahlungen einlässt. Dies geht am direktesten über gut verständliche Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), gelistete Geschäftsführer sowie die Angabe des Firmensitzes, inklusive Adresse. Auch die Erklärungen zum Datenschutz sollten eingängig sein, um künftige Werbebelästigungen oder dergleichen zu vermeiden. Entsprechende Prüfsiegel oder Zertifikate, die von unabhängigen Experten für Seriosität vergeben werden, erleichtern diese Vorsichtsmaßnahme natürlich ungemein.

Widerrufsrecht nicht vergessen

Ebenfalls grundlegend für einen erfolgreichen Internetkauf ohne Folgen ist eine sichere Internetverbindung, die man an dem Kürzel „https“ erkennt, das sich in der Adresszeile der Internetseite befindet. Darüber hinaus weist der jeweilige Browser ein Schlüssel- oder Schloss-Symbol auf, sowie in Zukunft einen grünen Hintergrund in der Adresszeile, sofern die Seite als sicher eingestuft werden konnte. Die Zahlungsweise unterscheidet sich vom Risiko her nicht sonderlich von anderen Formen der Kaufabwicklung. Es gibt die Wahl zwischen Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte oder Vorkasse. Inzwischen gibt es aber auch immer mehr Bezahl-Dienste, bei denen die jeweiligen Bankdaten einmalig hinterlegt werden.

Für die eigentliche Kaufabwicklung sollten die wichtigsten Dokumente (AGB, Bestätigungsemails usw.) als Kopie aufbewahrt werden, um im Ernstfall Schriftliches vorlegen zu können. Wenn der bestellte Artikel nicht gefällt, greift das zweiwöchige Widerrufsrecht, von dem Verbraucher in jedem Fall Gebrauch machen können. Der Warenanbieter ist dann verpflichtet, den Kaufpreis zu erstatten. Sollte der Preis des gekauften Artikels oberhalb der 40-Euro-Grenze liegen, werden auch die Kosten für den Rückversand vom Anbieter übernommen.