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Ministerin kritisiert die Finanzinstitute

München, den 11. Januar (tc.) Der Krisengeist verfolgt die deutschen Kreditinstitute. Die Panne mit den EC- und Kreditkarten, die in den ersten Tagen des neuen Jahres für Wirbel sorgte, geht in eine neue Runde. Verbraucherministerin Ilse Aigner kritisiert die Banken wegen der Panne in einem Gastbeitrag für die aktuelle Ausgabe von „Bild am Sonntag“. „Spätestens seit der Jahrtausendwende kennen Software-Experten das Datumproblem mit der Null. Deshalb ist es ein Rätsel, warum der Systemfehler nicht aufgefallen ist“, schreibt die Politikerin in der Zeitung.
Aigner meint, dass die Finanzinstitutionen jetzt fair handeln sollen und die Kosten für Barabhebungen am Schalter ihren Kunden zurückerstatten sollten. Sie fügt hinzu: „Jetzt müssen Kartenhersteller und Banken aktiv werden, damit der elektronische Zahlungsverkehr sicher und reibungslos läuft. Den Ankündigungen der Bankverbände müssen Taten folgen!“
Aigner erklärte, dass diejenigen Bankkunden, die im Ausland ihr Plastikgeld einsetzen wollen, immer noch auf massive Probleme stoßen. Sie rät, sich vor einer Auslandsreise bei der zuständigen Bank zu informieren, ob in dem jeweiligen Land das Problem mit Chip-Upgrade bereits gelöst wurde. „Wann die Misere endgültig gelöst ist, bleibt unklar. Die Kreditinstitute müssen so schnell wie möglich Abhilfe schaffen und die Verbraucher fortlaufend informieren“, schreibt die Ministerin. (tc.)