Tarifchecks - News
München, den 21. Januar (tc.) Aktuellen Medienberichten zufolge könnte es noch in diesem Jahr dazu kommen, dass verschiedene gesetzliche Krankenkassen auf den Zusatzbeitrag zurückgreifen. Laut einer dpa-Umfrage wurden seitens der Kassen-Vertreter unterschiedliche Einschätzungen erläutert.
Während zum Beispiel die AOK Hessen die Erhebung von Zusatzbeiträgen für dieses Jahr nicht in Erwägung zieht, rechnet Meinhard Johannides, der Sprecher des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK) in Hessen, fest mit einer solchen Erhöhung bis zur Mitte des Jahres. Noch extremer lautet die Prognose von Stefan Eckerlein vom Landesverband der Betriebskassen (BKK), der noch innerhalb des zweiten Quartals mit der Erhöhung rechnet: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendeine Kasse in diesem Jahr um Zusatzbeiträge herumkommt.“
Bereits vor zwei Tagen fand in Berlin vermutlich eine Pressekonferenz mit dem Titel „Einstieg in den Zusatzbeitrag“ statt, an der unter anderem die DAK und die Deutsche BKK teilnehmen sollten. Noch bleibt unklar, ob und wenn ja, welche Kassen von einer Erhöhung Gebrauch machen werden.
Aufgrund des Defizits, das derzeit bei etwa vier Millionen Euro liegt, seien jedoch laut Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durchschnittliche acht Euro Beitragserhöhung anzunehmen. Da der gesetzlich festgelegte, einheitliche Beitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung nur wenig finanziellen Spielraum verspricht, dürfen die einzelnen Kassen einen Zusatzbeitrag von maximal ein Prozent erheben.

