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Private Krankenversicherung: Tarifwechsel birgt häufig Vorteile

München, den 25. Januar (tc.) Zahlreiche private Krankenversicherer haben zu Beginn des Jahres die Versicherungsbeiträge erhöht. Laut einer aktuellen Untersuchung von Finanztest lagen die Aufstockungen dabei nicht selten im zweistelligen Bereich. Für einige Versicherungsnehmer lag die Beitragserhöhung sogar bei über 30 Prozent.

Um diese finanzielle Belastung möglichst abzuschwächen, denken viele Versicherungsnehmer über einen Versicherungswechsel nach. Denn sobald der Erhöhungsbescheid des Versicherungsunternehmens vorliegt, darf gekündigt und gewechselt werden. In vielen Fällen lohne sich ein Anbieterwechsel jedoch weit weniger, als ein interner Wechsel in einen anderen Tarif, so die Finanztest-Auswertung.

Altersrückstellungen und Co.

Es gibt vielfältige Gründe für die massiven Beitragserhöhungen. Eine stetig steigende Lebenserwartung trägt ebenso dazu bei wie immer kostenintensivere Behandlungsmethoden. Doch auch die gesetzlichen Vorgaben im Rahmen der Gesundheitsreform, wie etwa die Einführung des Basistarifs in der privaten Krankenversicherung – fordern ihren finanziellen Anteil.

Zwar erhöhen sich die Versicherungsprämien langjährig gemittelt nur um fünf Prozent, doch der diesjährige Schub macht sich bei den meisten Versicherungsnehmern deutlich bemerkbar. Der Wechsel des Anbieters birgt jedoch den Verlust der bereits gebildeten Altersrückstellungen. Diese können nämlich nicht, wie etwa bei einem Tarifwechsel – zu einem anderen Versicherer mitgenommen werden.

Wer also dieser Tage Wechselgedanken hegt, sollte sich deshalb zunächst bei seinem Versicherer über etwaige Vor- und Nachteile informieren, in jedem Fall aber gleichzeitig einen unabhängigen Versicherungsvergleich in Anspruch nehmen. Das spart Zeit und bringt schnell Licht in den Tarifdschungel.