Tarifchecks - News
München, den 3. Februar (tc.) Aus einer aktuellen Pressemitteilung der Münchener Rückversicherung Munich Re geht hervor, dass sich das als Krisenjahr titulierte 2009 auch anders darstellen kann. Denn die Munich Re konnte ihre Gewinne in diesem Jahr um eine ganze Milliarde steigern. Mit der angespannten Wirtschafts- und Finanzlage hatte dies jedoch herzlich wenig zu tun. Die Gründe liegen in der ungewöhnlich geringen Anzahl und Intensität von Naturkatastrophen.
Der Finanzvorstand Jörg Schneider erklärte jedoch in diesem Zusammenhang, dass die Prognosen für das Folgejahr entsprechend schwächer angesetzt seien. Während die Gewinne 2009 bei 2,54 Milliarden lagen und der Gewinnzuwachs nun gänzlich an die Aktionäre gehen soll, sei das Erreichen der 2-Milliarden-Marke das erklärte Ziel des laufenden Jahres. Angesichts vieler abgesprungener Kunden, die aufgrund der großen Preisschlacht jüngst den Anbieter gewechselt haben, ein harter Weg. Insgesamt sei es mit dem enormen Preiskampf – so die Prognose von München Re – erst einmal vorbei. Dies gilt in besonderem Maße für die Kfz-Versicherungsbranche. Laut Schneider planten bereits einige Anbieter Prämienerhöhungen: „Der Markt braucht 5 Prozent Preiserhöhung, um wieder auskömmliche Raten zu haben.“
Doch sollte es flächendeckend zu Preiserhöhungen in der Kfz-Versicherung kommen, steigt auch wieder der Konkurrenzdruck unter den Versicherungsanbietern. Denn wer einen Erhöhungsbescheid zugesandt bekommt, der hat vier Wochen Zeit, sich nach einem attraktiveren Kfz-Versicherungstarif umzuschauen, sorgfältig zu vergleichen und den verteuerten Vertrag zu kündigen. Dieses Sonderkündigungsrecht greift nämlich etwa, wenn die Prämienhöhe der Kfz-Police angehoben wurde, nicht aber die Leistungen entsprechend angepasstt wurden.

