Tarifchecks - News
München, den 5. Februar (tc.) Besonders Fahranfänger müssen in den ersten Jahren nach dem Erhalt des Führerscheins mit horrenden Kfz-Versicherungsbeiträgen rechnen. Die Gründe setzen sich aus der mangelnden Erfahrung und der daraus hervorgehenden Unfallstatistik zusammen. Vor sechs Jahren startete das Land Niedersachsen ein Pilotprojekt, wonach Heranwachsende seither den so genannten „begleiteten Führerschein mit 17“ (BF 17) machen können.
Das Modell sieht vor, dass Fahranwärter im Alter von 16 ½ ihre Ausbildung beginnen. Bis zu ihrem 18. Lebensjahr sind sie jedoch verpflichtet, stets mit einer zur Begleitung bevollmächtigten Person das jeweilige Fahrzeug zu führen, für dass sie verantwortlich sind. Seit der Einführung im April 2004 haben sich über 91.000 Kfz-Neulinge für den BF 17 entschieden – und zwar durchaus mit großem Erfolg. Seither sind andere Bundesländer nachgezogen, sodass der BF 17 in ganz Deutschland gewählt werden kann.
Einer aktuellen Unfallstatistik zufolge sind Fahranfänger, die ihre Lizenz über den BF 17 erhalten haben, rund 30 Prozent weniger an Verkehrsunfällen beteiligt. Diese erfreuliche Nachricht wirkt sich auch auf die Kfz-Versicherungsprämien dieser Zielgruppe aus. Denn das Kostenrisiko sinkt für Versicherungsgesellschaften um etwa zehn Prozent, wenn sie Policen für Fahranfänger mit BF 17 vergeben. Die Assekuranzen reagieren auf diesen positiven Trend mit ordentlichen Rabatten in der Kfz-Versicherung.

