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Steigende Strompreise bei rückläufiger Nachfrage

München, den 3. März (tc.) Zu Beginn dieses Monats erhöhen bundesweit 51 Stromversorger ihre Preise. Dies geht aus einer aktuellen Mitteilung des Heidelberger Verbraucherportals Verivox hervor. Demnach müsse mit durchschnittlichen Preiserhöhungen von 5,8 Prozent gerechnet werden. Bei neun Stromanbietern sei mit Preisnachlässen von 3,6 Prozent im Durchschnitt zu rechnen. Für April seien ebenfalls Preisanstiege von etwa sechs Prozent bei 50 weiteren Energieanbietern erwartbar. Eine Preissenkung sei hingegen lediglich bei vier Untenehmen Teil der Agenda. Verbraucher sollten ihren Stromtarif deshalb besonders im Auge behalten. Ein unabhängiger Tarifvergleich zeigt schnell, ob ein Wechsel zu einem preiswerteren Anbieter nicht längst schon überfällig ist.

Laut einer aktuellen Pressemitteilung des Bundesverbandes der Energiewirtschaft (BDEW) ist die Stromerzeugung deutscher Kraftwerke im vergangenen Jahr hingegen um sechs Prozent zurückgegangen. Die Gründe seien vor allem in der allgemeinen Wirtschaftslage zu suchen, die eine sinkende Nachfrage mit sich brachte. Damit sei zum ersten Mal seit einer Dekade ein Erzeugungsrückgang für Strom verzeichnet worden.

Den Löwenanteil bildet die Industrie

Den Hauptanteil dieser Entwicklung sieht auch die Vorsitzende der BDEW-Geschäftsführung Hildegard Müller in der rückläufigen Energienachfrage seitens der Industrie: „Erholt sich die deutsche Wirtschaft, erwartet die Energiebranche wieder einen Zuwachs des Strombedarfs.“ Von den insgesamt 561 Milliarden produzierten Kilowattstunden blieb die Zusammensetzung der einzelnen Energieträger im Jahr 2009 vergleichbar mit der des Vorjahres.

24 Prozent des erzeugten Stroms wurden mit insgesamt 134 Milliarden Kilowattstunden durch Braunkohle erzeugt. Die Kernenergie lag 2009, wie im Vorjahr, bei 23 Prozent (128 Mrd. kWh). Der Anteil von Steinkohle reduzierte sich mit 100 Mrd. kWh genauso um einen Prozentpunkt, wie der durch Erdgas hergestellte Beitrag, der nunmehr 13 Prozent der Stromproduktion ausmacht. Der Anteil erneuerbarer Energien wuchs mit 16 Prozent gerade mal um ein Prozent. Weitere sechs Prozent wurden durch Heizöl, Pumpspeicher und Sonstiges erzeugt.