Tarifchecks - News
München, den 8. März (tc.) Seit etwa zwei Jahren ist es in Deutschland möglich, Riester-Produkte nicht nur in Form einer klassischen Rente in Anspruch zu nehmen. Seither wird auch der Weg zu den eigenen vier Wänden staatlich gefördert. Dabei sind die Förderbedingungen die gleichen, wie bei der klassischen Riester-Rente. Die einzige Bedingung für die Förderung von Wohneigentum ist die Selbstnutzung des Eigentums.
Eine repräsentative Meinungsumfrage des Marktforschungsinstituts Innofact hat nun ergeben, dass die Deutschen skeptisch sind, wenn es um die Akzeptanz des jungen Riester-Produkts geht. Von insgesamt 1.000 Befragten Personen attestierten nur fünf Prozent einen erfolgreichen Versuch, wenn es darum geht, mit dieser Maßnahme positive Einreize für den Erwerb von Wohneigentum setzen zu wollen.
Überraschend erscheint hingegen das Popularitätsergebnis. Denn ganze 93 Prozent der Umfrageteilnehmer kennen die Eigenheimrente inzwischen. Wer ein Darlehen des Wohn-Riester-Prinzips wählt, erhält nicht nur die staatlichen Zulagen, die für Kinder bei bis zu 300 Euro pro Jahr liegen, sondern kann diese bis zu Beträgen von 2.100 Euro steuerlich geltend machen.
Staatliche Förderung deutlich begrüßt
Der Vorteil der Eigenheimrente liegt vor allem in der Ansparphase des Eigenkapitals. Denn das gesparte Geld dient dabei gleich als Tilgung des Kredits. Steuern fallen in der Ansparphase nicht an. Diese werden erst in der Auszahlungsphase erhoben. Angesichts der Vorteile mag das Umfrageergebnis abermals verwundern. 45 Prozent der Befragten sehen das Wohn-Riester-Projekt als gescheitert an, wenn damit der Absatz für den Erwerb von Eigenheim erleichtert werden sollte. Eine grundsätzliche Skepsis gegenüber Wohn-Riester attestierten 43 Prozent.
Dieser Einschätzung gegenüber steht der Wunsch der Befragten, mehr Unterstützung von Staatseite zu bekommen, wenn es um das angestrebte Eigenheim geht. Die Ausweitung von staatlichen Unterstützungen in diesem Beriech befürworteten in dieser Umfrage 38 Prozent. Und insgesamt drei Viertel der Besitzer von Wohneigentum, das geht ebenfalls daraus hervor, haben staatliche Fördermittel bereits in Anspruch genommen. Vielleicht liegt es am zarten Alter der staatlichen Zulagen, dass die Skepsis noch dermaßen stark erscheint, während die Forderung nach noch mehr staatlicher Förderung eindeutig ist.

