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Krankenkassen im Plus, Gesundheitsfonds schließt mit Defizit

München, den 11. März (tc.) Aus einer aktuellen Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin geht hervor, dass die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2009 einen Überschuss in Höhe von 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Eingenommen hatten sie insgesamt 171,9 Mrd. Euro. Das Plus ergibt sich aus den getroffenen Ausgaben, die bei 170,8 Mrd. Euro lagen. Angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der damit verbundenen Finanzentwicklung rechneten zahlreiche Versicherungsexperten im vergangenen Jahr mit harten Verlusten der gesetzlichen Kassen. Defizite machten sich allerdings im Gesundheitsfonds bemerkbar, aus dem die Gelder für die gesetzlichen Krankenkassen geschöpft werden. Mit einem Minus von 2,48 Mrd. Euro mussten die fehlenden Gelder aus Bundesmitteln finanziert werden; eine Verschiebung der Mittel, die der Gesundheitsfond wiederum an den Bund zurückzahlen muss.

Der Grund für das Defizit liegt in den rückläufigen Beitragseinnahmen, die auf die konjunkturellen Anspannungen zurückzuführen sind. Da der Gesundheitsfonds allerdings schon finanzielle Mittel zugesagt hatte, wurden diese trotz Verlusten an die Kassen bezahlt. Aus Angst vor großen Defiziten hatte so manche Krankenkasse bereits Zusatzbeiträge erhoben. Dies wiederum bewog zahlreiche Versicherungsnehmer dazu, ihren Krankenversicherungsvertrag zu kündigen und zu einem attraktiveren und preiswerteren Anbieter zu wechseln. Zwar gibt es seit der Einführung des Gesundheitsfonds einen einheitlichen Beitragssatz. Zusatzbeiträge dürfen jedoch bis zu einem Prozent erhoben werden.