Tarifchecks - News
München, den 14. Juli (tc.) Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat in einer aktuellen Pressemitteilung erklärt, dass innerhalb des laufenden Jahres nicht mit einer durchschnittlichen Verteuerung der Kfz-Versicherungsprämien zu rechnen sei. Das Gegenteil sei der Fall. Bis zum Endes des Jahres 2010 kann laut Berechnungen des GDV mit durchschnittlich um 1,5 bis 2 Prozent sinkenden Prämien gerechnet werden.
Erst kürzlich berichteten zahlreiche Medien von steigenden Kfz-Versicherungsprämien von weit über 100 Prozent. Doch wie passen diese gegensätzlichen Prognosen zusammen? Ein Hauptgrund für die leicht sinkenden Prämien liegt in den Schadensfreiheitsklassen, die bei vielen Kfz-Versicherungsnehmern für Vergünstigungen sorgen. Je länger Fahrzeughalter unfallfrei bleiben, umso günstiger wird der bestehende Kfz-Versicherungstarif.
Die Versicherungsbranche hat das Nachsehen
Zwar steigen die Prämien für Neuverträge leicht. Durch das durchschnittliche Sinken der bestehenden Verträge dürfte sich diese Tendenz jedoch neutralisieren, beziehungsweise in die gegenteilige Richtung streben. Ebenfalls grundlegend ist der starke Konkurrenzkampf auf dem Versicherungsmarkt, der in diesem Segment besonders hart ist und die Preise drückt.
Nachteilig dürfte diese Preisentwicklung deshalb nur für die Versicherungsbranche sein. Dem GDV zufolge müsse die Branche mit einem Rückgang der Einnahmen von rund einem Prozentpunkt rechnen. Ein Blick auf die einzelnen Versicherungsformen zeigt, wie sehr die Einnahmen von den jeweiligen Rahmenbedingungen abhängen.
Aufgrund der staatlich geförderten Abwrackprämie kam es im vergangen Jahr zu so vielen Neuwagenkäufen, dass auch die Vollkaskoversicherungen einen deutlichen Zuwachs erfuhren. Die positiven Zahlen wirken in diesem Bereich mit einem Plus von drei Prozent noch deutlich nach. Gegenteilig sieht es mit rückläufigen Zahlen von 3,5 Prozentpunkten für Teilkaskoversicherungen aus, die im Zuge des kalten Winters und zahlreichen Unwetterschäden wie „Xynthia“ besonders strapaziert wurden.

