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Welche Versicherung brauchen Azubis?

München, den 12. August (tc.) Es ist Sommerferien-Zeit in Deutschland, viele Schüler haben ein weiteres Schuljahr hinter sich gebracht und sich ihre Erholung redlich verdient. Doch einige von ihnen werden die Schule nach den Ferien nicht mehr besuchen, für sie beginnt nun der Ernst des Lebens. Gut eine halbe Million Schulabgänger sind also in diesen Wochen auf dem Sprung in ihre Ausbildung und sehen sich in diesem Zuge zum ersten Mal selbst mit einem wichtigen Thema konfrontiert: welche Versicherung brauche ich?

Lilo Blunck vom Bund der Versicherung warnt vor übereifrigen Vertretern, die derzeit in Scharen ausströmen und sich auf die künftigen Azubis stürzen. Grundsätzlich sollten sich Azubis vor jeder Unterschrift schlau machen, insbesondere darüber, ob die entsprechende Versicherung überhaupt notwendig ist. Denn das Budget eines Auszubildenden ist keineswegs üppig.

Bei der Krankenversicherung sollten sich Arbeitnehmer möglichst zeitnah entscheiden, da sonst der Arbeitgeber die Kasse festlegt. Es bleibt zwar in der gesetzlichen Krankenversicherung immer beim gleichen Beitragssatz von derzeit 14,9 Prozent, doch unterscheiden sich die Leistungen teilweise beträchtlich. Die Haftpflichtversicherung ist ein muss, allerdings haben in den meisten Fällen die Eltern eine Police, über die Azubis noch mitversichert sind. Gleiches gilt für die Hausratversicherung, die meisten Azubis wohnen schließlich noch bei den Eltern. Und auch in der ersten eigenen Bude werden meist wenig wertvolle Gegenstände zu versichern sein – auch hier lassen sich Kosten für andere Versicherungen besser verwenden.

Keinesfalls sollte ein Azubi jedoch auf die Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten, die nach Krankheit oder Unfall den Verlust des Einkommens abfedert. Denn erstens gilt: je früher diese abgeschlossen wird, desto günstiger fällt der Beitrag aus. Und zweitens springt die gesetzliche Rentenversicherung erst ab fünf Jahren Beitragszahlung ein und dann auch nur mit einer Minimalrente. Grundsätzlich sollte die Versicherung so hoch und so lange wie möglich abgeschlossen werden. Ebenfalls Beachtung sollte man der Nachversicherungsgarantie schenken. Sie ermöglicht die Erhöhung der Rente nach dem Ablauf der Ausbildung – ohne zusätzliche Gesundheitsprüfung.