Tarifchecks - News

Flexibilität hat ihre Tücken

München, den 13. August (tc.) So wünschenswert Flexibilität in der Finanzplanung und bei den Versicherungen auch ist, sie kann manchmal ganz schön teuer werden. Laut einer Forsa-Studie wünschen sich 82 Prozent der Befragten Versicherungspolicen, die sich ihren Lebensbedingungen anpassen lassen, sei es durch variable Beitragssätze oder auch einmal durch Stundung dieser.

Hinsichtlich fester Geldanlagen halten es 69 Prozent der Befragten für wichtig, jederzeit über ihr Geld verfügen zu können, beispielweise für Konsumgüter oder im Falle einer plötzlich eintretenden Arbeitslosigkeit. Die meisten Versicherer und Banken berücksichtigen diese Wünsche grundsätzlich, verlangen dafür aber teils happige Zuschläge oder Gebühren.

Bei der klassischen Altersvorsorge gibt es mittlerweile viele flexible Tarife, Beiträge können mitunter auch ausgesetzt werden. Vorzeitiges Auflösen eines Vertrages lohnt sich allerdings in den wenigsten Fällen, hier sollte eher über die Möglichkeit nachgedacht werden, die Police zu beleihen oder weiter zu verkaufen. Grundsätzlich warnt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Düsseldorf: „Wichtig ist, darauf zu achten, was nicht im Vertrag steht, kostet extra oder ist nicht möglich.“

Eine flexible Alternative sind Tagesgeldkonten, die praktisch jede Bank zu unterschiedlichen Konditionen anbietet. Grundsätzlich lohnt sich also auch vorab bereits ein ausführlicher Vergleich. Auf ein Tagesgeldkonto können Sparer jederzeit zugreifen, was bei der Lebensversicherung oder der privaten Rente nicht möglich ist.