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Wechsel in die private Krankenversicherung wird 2011 leichter

München, den 25. August (tc.) Die Leistungen der meisten privaten Krankenversicherungstarife sind deutlich höher als die der Gesetzlichen; das ist allgemein bekannt. Viele Versicherungsnehmer wollen deshalb in die Private wechseln. Einkommensunabhängig können allerdings nur Selbstständige und Freiberufler einen privaten Krankenversicherungstarif abschließen.

Alle Arbeitnehmer, deren Einkommen unterhalb der jeweiligen Versicherungspflichtgrenze liegt, sind über die gesetzlichen Krankenkassen pflichtversichert und müssen den einheitlichen Beitragssatz bis zur Höhe der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze verrichten.

Die Versicherungspflichtgrenze wird gelockert

Wer als Arbeitnehmer in einen privaten Tarif wechseln möchte, muss derzeit über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg oberhalb der Versicherungspflichtgrenze verdient haben. Diese wird jährlich angepasst. In diesem Jahr liegt sie bei einem Bruttojahreseinkommen von 49.950 Euro, sodass sie sich im Jahr 2011 vermutlich knapp über der 50.000-Euro-Grenze bewegen wird.

Ab dem kommenden Jahr muss man nur noch einmalig oberhalb der Einkommensgrenze verdienen, um in die private Krankenversicherung zu wechseln. Viele gesetzlich Versicherte planen deshalb einen baldigen Wechsel. Dabei sollten allerdings einige Aspekte beachtet werden. Denn wer einmal in die private Krankenversicherung wechselt, kann so schnell nicht mehr zurück.

Höhere Selbstbeteiligung kann Beiträge senken

Freilich sollte man sich bei der Wahl des individuellen Versicherungstarifes genügend Zeit nehmen. Denn auch bei dieser Versicherungsform steckt der Teufel oft im Detail. Während nämlich viele Tarife besonders günstig daher kommen, können sie sich im Ernstfall als unkalkulierbare Kostenfalle entpuppen. Auf ein gutes Preisleistungsverhältnis kommt es also an.

Man sollte sich etwa ganz grundsätzlich fragen, ob einem die 100-prozentige Kostenerstattung von Medikamenten und ambulanten Maßnahmen wichtiger ist oder ein umfassender Schutz, der das Risiko schwerer Krankheiten finanziell auffängt. Denn Modelle und Tarifsysteme gibt es viele.

Wer die monatlichen Beiträge senken will, kann eine vergleichsweise hohe Selbstbeteiligung vereinbaren. Bei vielen Krankenversicherern bekommt man am Jahresende beispielsweise einen Teil der Beiträge erstattet, wenn man keine Leistungen in Anspruch genommen hat. Gerade weil die Variationsmöglichkeiten bei dieser Versicherungsform so zahlreich sind, sollte man auf einen unabhängigen Vergleich nicht verzichten.