Tarifchecks - News
München, den 27. August (tc.) Intelligente Steuergeräte, die den Stromverbrauch deutscher Haushalte optimieren sollen, sogenannte Smart Meter, sind noch keineswegs in aller Munde. Dabei sind sie in Neubauten bereits seit Beginn des Jahres Pflicht und lassen sich für ältere Bauwerke für rund 150 Euro nachrüsten. Netzbetreiber werden ab Ende 2010 dazu verpflichtet, Stromtarife anzubieten, die zur Verlagerung des Stromverbrauchs weg von Spitzenzeiten und zum Stromsparen anregen. Eigentlich eine gute Sache, doch die Verbraucher sind skeptisch.
So belegen Studien der Forsa, im Auftrag der Verbraucherzentrale, sowie eine weitere Studie des Unternehmensberaters Accenture. Gerd Billen vom Bundesverband der Verbraucherzentrale erklärt: “Verbraucher sehen zwar die Vorteile, doch das macht die Technik nicht zum Selbstläufer.” Laut Umfrage seien aber immerhin 25 Prozent der Befragten zu Investitionen in eine intelligente Steuerung bereit. Doch würde gleichzeitig eine große Ersparnis erwartet und der Preis für ein solches Steuergerät müsse niedrig sein. Kontraproduktiv sind außerdem die Regulierungsvorhaben der Bundesnetzagentur, die angebotene Stromtarife mit starken tageszeitlichen Preisschwankungen einschränken will. “Veraltete Vorgaben verhindern, dass die Zähler ihr Potential wirklich entfalten können”, beschwert sich Billen und fordert: “Wir brauchen neue Tarifstrukturen, die gleichzeitig fair und transparent sein müssen.”
Ein gewichtiges Thema bei den intelligenten Geräten ist der Datenschutz. So fürchten 60 Prozent der von Forsa befragten Verbraucher, ihre Daten könnten missbraucht werden. 44 Prozent der Teilnehmer an der Accenture-Umfrage lehnten erweiterte Zugriffe der Energieversorger auf Verbrauchsdaten strikt ab.

