Tarifchecks - News
München, den 31. August (tc.) Jedes Auto, das Teil des öffentlichen Straßenverkehrs ist, wird bei seiner Zulassung einer bestimmten Typklasse zugeordnet. Diese ergibt sich aus der jährlich angepassten Statistik, die Auskunft über die jeweilige Schadensentwicklung gibt. Fahrzeuge, die statistisch gesehen in auffällig viele Unfälle verwickelt sind, werden entsprechend der Typklasse mit höheren Versicherungsbeiträgen versehen.
Jedes Jahr werden deshalb alle Automodelle auf ihre Unfallhäufigkeit hin überprüft. Wie viele Typklassen es gibt, hängt von der Kfz-Versicherungsform ab. In der Vollkaskoversicherung werden 25 Typklassen unterschieden (10-34), in der Teilkasko sind es 24 /10-33) und in der Kfz-Haftpflichtversicherung werden 16 Typklassen angesetzt (10-20). Ergeben sich für bestimmte Fahrzeugmodelle Veränderungen, können diese umgehend mit der jeweils neuen Typklasse versichert werden. Für bestehende Versicherungsverträge treten solche Änderung aber in der Regel zu Beginn des Folgejahres ein.
Auf die Unfallstatistik kommt es an
In diesem Jahr gibt es insgesamt nur wenige Veränderungen bei den Typklassen. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind es vor allem Einzelmodelle, die einen bemerkenswerten Sprung in eine andere Klasse machen müssen. Für 66,5 Prozent aller Automodelle gibt es für das kommende Jahr keine Veränderungen. Um eine Klasse werden 31,5 Prozent aller Autos verschoben. Es bleiben also gerade einmal zwei Prozent, die um mehr als eine Klasse umgestuft werden.
Ein Blick auf die Typklassen bei den Vollkaskoversicherungen zeigt, dass von den insgesamt 38,5 Prozent Umstufungen ganze 68,5 Prozent in eine günstigere Typklasse eingeteilt wurden. Ähnlich sieht es bei den Teilkaskoversicherungen aus. Umstufungen erfahren hier 35,8 Prozent, 91,5 Prozent davon jedoch in eine niedrigere Kategorie. Eine deutliche Verteuerung zeichnet sich für Autofahrer des Mini-Vans Suzuki Station R 1.3 ab. Dieses Modell wird gleich um ganze vier Typklassen umgestuft. In Sachen Vollkasko sticht vor allem der Ford Ka 1.2 ins Auge, der ebenfalls um vier Klassen raufgestuft wird.

