Wie funktioniert die Prepaid-Telefonie? /

Ab einem Preis von ca. 70 Euro werden von den Mobilfunkunternehmen so genannte Prepaid-Pakete angeboten. Diese enthalten ein eher einfaches Handy und eine Guthabenkarte im Wert von 10 bis 15 Euro. Wer ein moderneres Handy wünscht, muss allerdings mit einem Preis von 150 bis 200 Euro rechnen. Da die Mobilfunk-Provider sich nicht darauf verlassen können, dass das Handy regelmäßig benutzt wird und da auch keine Grundgebühr anfällt, werden Prepaid-Handys weniger subventioniert.

Wer bereits ein Handy ohne SIM-Lock (siehe unten) sein Eigen nennt, benötigt für alles Weitere nur eine Prepaid-Karte. Diese kostet ca. 25 Euro. Der Preis setzt sich aus der einmal zu entrichtenden Kartengebühr und einem Startguthaben von ca.10 Euro zusammen.

Prepaid-Handys unterliegen zwar keiner Vertragsbindung, doch um einen Missbrauch auszuschließen, schreibt das deutsche Fernmeldegesetz vor, dass jede Prepaid-Karte registriert werden muss. Aus diesem Grund muss der Käufer einer Prepaid-Karte bzw. eines Prepaid-Pakets seinen Personalausweis oder Reisepass zur Registrierung vorlegen. Im Gegensatz dazu sollte man beim Verkauf eines Prepaid-Handys den Benutzerwechsel immer dem Provider mitteilen, damit man im Falle eines Missbrauchs nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.

Nach dem Erwerb einer Prepaid-Karte entstehen nur dann noch Kosten, wenn das Guthaben verbraucht wurde und man das Handy weiterhin nutzen möchte. Dazu muss man ganz einfach eine Guthabenkarte erwerben, mit der die Prepaid-Karte wieder "aufgeladen" wird. Diese Karten sind in Mobilfunkgeschäften, Elektrofachmärkten, an Tankstellen oder über das Internet erhältlich. Auf den Karten befindet sich ein Zahlencode, der nach der Vorwahl einer bestimmten Nummer per Handy-Tastatur eingegeben werden muss. Danach ist das Handy sofort wieder einsatzbereit. Gewisse Prepaid-Karten können auch bei einigen Banken über deren Geldautomaten aufgeladen werden. Dabei muss lediglich das gewünschte Guthaben gewählt und die Telefonnummer des Handys angegeben werden.

Ist das Guthaben aufgebraucht, ist man aber weiterhin für eingehende Anrufe erreichbar. Wird die Karte aber für einen längeren Zeitraum nicht mehr aufgeladen, erfolgt eine automatische Sperrung der Karte und auch der Rufnummer. Diese Frist variiert von Anbieter zu Anbieter zwischen 12 und 15 Monaten.

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