Stromtarife
Die Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 hatte die Hoffnung genährt, dass durch einen stärkeren Wettbewerb die Strompreise über Jahre hinweg stabil bleiben oder nur mäßig ansteigen. Das Gegenteil war jedoch in den letzten Jahren der Fall. Seit dem Jahr 2000 haben sich die Preise teilweise um mehr als 40% erhöht. Auch dieses Jahr sind Preiserhöhungen bis zu 8% keine Seltenheit. Daher sollte man als Verbraucher alle Angebote genau prüfen.
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Neben den üblichen Stromtarifen werden auch Pakettarife angeboten
Neben den üblichen Strom-Tarifen – sprich: Grundgebühr + Kilowattstundenverbrauch - werden von einigen Stromerzeugern auch günstige Pakettarife angeboten. Diese Pakete kommen ohne jede Grundgebühr aus und erscheinen auf den ersten Blick äußerst preiswert, da ein deutlich niedrigerer Kilowattstundenpreis im Vergleich zu den üblichen Stromtarifen ausgewiesen wird. Der Kunde erwirbt hierbei ein komplettes Strom-Paket für beispielsweise 1.200, 2.400. 3.600 oder 5.600 Kilowattstunden, welches er per Vorkasse für ein Jahr im Voraus bezahlen muss.
Nachteil: Wird das Paket nicht völlig ausgeschöpft, so verfällt der Rest ohne Rückvergütung. Verbraucht man mehr Strom als vorhergesehen, zahlt für jede weitere Kilowattstunde einen ca. 50 Prozent höheren Preis als bei anderen Stromversorgern. Ein derartiges Paket lohnt sich dementsprechend nur für diejenigen Haushalte, die mit ihrem Energieverbrauch dem gewählten Strompaket möglichst nahe kommen.
Ökostrom
Mit der Wahl eines auf Ökostrom spezialisierten Anbieters fördern Sie alternative Energien. Diese Versorgungsunternehmen speisen Strom, der mittels Wind-, Wasser-, Sonnenkraft oder energetisch verwertbarer Biomasse erzeugt wird, in das lokale Stromnetz ein. Wechselt man zu solch einem umweltbewussten Unternehmen, ist natürlich garantiert, dass von nun am umweltfreundlich erzeugter Strom aus der Steckdose kommt. Der Ökostromkunde leistet hingegen seinen Beitrag darin, dass er über seine Stromrechnung Investitionen in die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien unterstützt, und somit den Anteil von Ökostrom im Gesamtnetz im Vergleich zu fossilen und atomaren Energien erhöht.
Tag- und Nachtstrom
Unterschiedliche Tarife für den Tages- und den Nachtverbrauch werden nur von den lokalen Energieversorgern angeboten. Für den Nachtstrom wird dann ein deutlich niedrigerer Kilowattstundenpreis berechnet. Ein derartiger Tarif setzt jedoch den Einbau eines Zweitarifzählers voraus, wodurch zusätzliche Kosten entstehen können.

