Strompreise aktuell /

Seit 1998 entscheidet der Markt frei über die Höhe der Energiepreise. Das sollte eigentlich nur Vorteile für die Endverbraucher haben – niedrigere Tarife, bessere Kundenbetreuung, eine durchschaubare Kundenpolitik der Großkonzerne. So dachte man früher. Heute sieht es ganz anders aus – in den letzten vier Jahren sind die Strompreise bei manchen Anbietern um bis zu 60% gestiegen. Vor allem Großfamilien und Gewerbekunden mussten in den letzten zehn Jahren mehrere Rechnungskorrekturen erleben.

Für 2009 ist ein weiterer Anstieg in Sicht und diesmal wird er auf jeden Fall beachtlich sein. Immer mehr Energieexperten äußern sich darüber in der Presse. Eine Preiserhöhung sei nicht nur zu erwarten, sondern sogar notwendig, heißt es häufig. Als Grund dafür wird vor allem der massive Anstieg der Primärenergiepreise angegeben. Die Stromversorgung ist in Europa immer noch hauptsächlich von der thermischen Energie getrieben. Im Klartext heißt das, dass die Preise von Öl, Gas und Kohle für die Gestaltung der Strompreise besonders maßgeblich sind. Diese sind wiederum in den letzten zwei Jahren um mehr als 40% gestiegen (in den letzten zehn Jahren – um mehr als 100%). Noch ein wichtiger Faktor kam in den letzten Jahren hinzu: Alle Stromversorger werden zusätzlich mit den obligatorischen CO2-Zertifikaten belastet, die jährliche Gebühren mit sehr hohen Werten mit sich bringen.

Und dennoch bleiben die Preise in Deutschland im europäischen Vergleich ganz oben in der Tabelle. Nach Italien, Irland und Zypern zahlen die Kunden in der Bundesrepublik Deutschland immer noch am meisten. Warum eigentlich? Die Gründe sind komplex; einer der wichtigsten ist allerdings, dass sich die deutschen Kunden den freien Strommarkt nicht unbedingt aktiv zunutze machen. Zehn Jahre nach der Liberalisierung gibt es mehrere Akteure in diesem Bereich. Kleine Stadtwerke und große Energiehaie kämpfen um Kunden. Die deutschen Verbraucher sind aber für einen Wechsel nicht bereit. Rund 90 % der gewerblichen Kunden in Deutschland würden ihren Stromversorger nie wechseln, obwohl sie durchaus wissen, dass sie zu viel Geld für Strom ausgeben. Die Angst vor dem bürokratischen Umlauf wird oft als der wichtigste Grund angegeben.

Dabei ist gerade der reibungslose Anbieterwechsel vom Gesetzgeber abgesichert. Der Kunde braucht nichts anderes als einen neuen Versorger auszuwählen und einen Kündigungsbrief zu schrieben. Um den Rest kümmern sich der alte und der neue Stromanbieter. Der Stromvergleich lohnt sich vor allem jetzt. Die erwartete Preiserhöhung wird nicht einheitlich eingeführt. Ab 2009 tritt die sog. Anreizregulierung in Kraft, die für nachhaltig niedrige Netzentgelte sorgen soll Das heißt, dass auch günstigere Tarife durchaus möglich sind – schließlich machen die Netzentgelte immer noch 20% bis 30% des Endpreises aus. Mit einem ausführlichen und unabhängigen Vergleich können Sie innerhalb von Sekunden die besten Tarife finden. Und das Beste zum Schluss: Mit dem Tarifrechner von tarifchecks.de kann ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt eine Ersparnis von über 500 € jährlich erzielen.

News
  • Steigende Strompreise bei rückläufiger Nachfrage 
    Zu Beginn dieses Monats erhöhen bundesweit 51 Stromversorger ihre Preise. Dies geht aus einer aktuellen Mitteilung des Heidelberger Verbraucherportals Verivox hervor. Demnach müsse mit durchschnittlichen Preiserhöhungen von 5,8 Prozent gerechnet werden. Bei neun Stromanbietern sei mit Preisnachlässen von 3,6 Prozent im Durchschnitt zu rechnen. Für April seien ebenfalls Preisanstiege von etwa sechs Prozent bei 50 weiteren Energieanbietern erwartbar...
  • Energiepreise steigen 
    Eine aktuelle Erhebung des Verbraucherportals Check24.de hat ergeben, dass sich die Preise für Strom und Gas in den kommenden Monaten bei zahlreichen Grundversorgern erhöhen werden. Aus der Prognose für den kommenden beziehungsweise darauf folgenden Monat geht hervor, dass 52 Energieversorger die Preise für Strom anheben...
  • Einbruch bei Strom- und Gasverbrauch in Deutschland 
    Die Temperaturen in Deutschland klettern beständig talwärts. Während die logische Konsequenz eigentlich ein erhöhter Energieverbrauch sein müsste, ist die Nachfrage in Sachen Strom und Gas in letzter Zeit im Land hingegen gesunken. Dies zeigt jedenfalls ein Blick auf den gesamtdeutschen Energieverbrauch des bisherigen Jahres...