MOTORRADVERSICHERUNG /
Aspekte der Beitragsberechnung
Die Höhe der Versicherungsbeiträge wird nach verschiedenen Faktoren festgelegt. Neben dem jeweiligen Fahrzeugtyp der Motorleistung und dem Selbstbehalt, spielen bei allen drei Versicherungstypen Schadensfreiheitsklassen und immer häufiger auch die so genannten Regionalklassen eine wichtige Rolle. Grundsätzlich sei jedoch vorweg genommen, dass sich die nachfolgend umrissenen Einstufungsfaktoren je nach Versicherungstyp unterschiedlich auf die Versicherungsprämien auswirken.
Motorleistung
Hier ergibt sich einer der Hauptunterschiede gegenüber der Kfz-Versicherung für Autos, da
Motorräder ihres Hubraums entsprechend in verschiedene Kategorien eingestuft werden – und zwar in:
- Kleinkrafträder bis 50 ccm,
- Leichtkrafträder von 50 bis 80 ccm,
- Leichtkraftroller von 50 bis 80 ccm und
- Kraftroller, bzw. Krafträder über 50 ccm
Schadensfreiheitsklassen
Motorräder werden – wie Autos – nach Schadensfreiheitsklassen eingestuft. Während es früher
nur fünf Schadensfreiheitsklassen gab, bei denen nach drei Jahren ohne Schaden der preiswerteste
Tarif von 45 Prozent erreicht war, hat sich das Angebot inzwischen vervielfältigt. Derzeit gibt
es 13 Schadensfreiheitsklassen. Anfänger steigen in die Stufe 0 ein und werden jährlich – sofern
sie unfallfrei bleiben – um eine Stufe aufgewertet. Die damit verbundenen Rabatte gehen bis auf
25 Prozent runter. Je nach Versicherungsgesellschaft werden diese Stufen jedoch unterschiedlich
gestaltet. In der Haftpflichtversicherung werden Fahranfänger beispielsweise von einigen Versicherern
mit 200 Prozent eingestuft, während sie von anderen mit 100 Prozent zugelassen werden. Motorradhalter
der 10. Schadensfreiheitsklasse werden entsprechend mal bei 50 Prozent oder auch bei 25 Prozent
angesiedelt.
Regionalklassen
Da Häufigkeit und Schwere von Motorrad-Schadensfällen in verschiedenen Regionen sehr
unterschiedlich ausfallen, gibt es immer mehr Versicherer die den Beitrag für eine
Motorradversicherung auch nach der entsprechenden Regionalklasse kalkulieren. Für die
Erstellung und Aktualisierung dieser Klassen werden Risiko- und Unfallstatistiken zurate gezogen.
Es gibt allerdings auch Versicherungsangebote, die ungeachtet der Regionalisierung einheitliche
Beiträge veranschlagen. Besonders für Verbraucher, deren Wohnsitz einer eher teureren
Regionalklasse angehört, kann sich eine Versicherung, die auf regionale Einstufungen
verzichtet, durchaus lohnen.
Sonstige Rabatte
Wer bereits über eine Kfz-Versicherung verfügt, sollte sein Motorrad in jedem Fall
als Zweitfahrzeug anmelden. Zweitfahrzeuge werden in der Regel von Anfang an in die
Schadensfreiheitsklasse ½ eingestuft.
Bestimmte Fahrergruppen bekommen bei vielen Versicherern vergleichsweise günstigere Versicherungsprämien, so zum Beispiel Beschäftigte des öffentlichen Dienstes oder Kunden mit Wohneigentum und Garage.
Weiterführende Links zu diesem Thema
Versicherungstypen der Motorradversicherung
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